Rockerbox für Meade Model 826
Im Herbst 2025 bekam ich einen 8-Zoll f/6 Meade geschenkt. Durch die schwere Flori-Montierung entschied ich mich für eine eigene Rockerbox – hier der Beginn des Umbaus.
Im Herbst 2025 bekam ich von einem älteren Kollegen einen 8-Zoll f/6 Meade geschenkt, zusammen mit einer selbst gebauten massiven Flori-Montierung.
Der Grund: Mit der Montierung ist das Gerät sehr schwer, und er hat nicht mehr die Kraft, das Ganze gemeinsam mit seiner Frau hochzutragen. Das Teleskop stand laut dem Besitzer lange Zeit in der 2019 aufgelösten Sternwarte Schriesheim e.V.
Nachdem ich in Foren etwas recherchiert hatte, stellte ich etwas Interessantes fest: Mir ist ein ziemlicher Schatz in die Hände gefallen. Der Newton stammt aus den Anfängen der Firma Meade; dieses Modell wurde von Anfang der 1970er- bis in die späten 1980er-Jahre hergestellt. Anfangs wurden die Spiegel in den USA gefertigt und galten laut Forenberichten und Auswertungen als von exzellenter Qualität. Die späteren Modelle wurden dann günstiger produziert. Meiner gehört zu den frühen Exemplaren – das ist an den Abschlussringen zu erkennen, denn die späteren hatten schwarze.
Das ist aber noch nicht alles. Bei diesem Teleskop hat man etwas gemacht, das heute unüblich ist: Der Fangspiegel wurde sehr klein ausgelegt, ebenso der Auszug. Dadurch werden Kamerasensoren nicht vollständig ausgeleuchtet, und auch hochbrennweitige Okulare zeigen Abschattungen. Das ist jedoch nicht der Zweck dieses Instruments. Der Auszug ist ein 1,25"-Auszug, wodurch man ohnehin nur passende Brennweiten verwenden kann. In dieser Größe findet man heute bei Händlern kaum noch Geräte – dort sind fast ausschließlich 2-Zoll-Auszüge verbaut.
Durch den dazu passenden kleinen Fangspiegel liegt die Obstruktion, die durch den Fangspiegel im Strahlengang entsteht, bei nur etwa 20 %. Das ist ein riesiger Vorteil bei der Planetenbeobachtung. Zusammen mit der langen Brennweite von immerhin f/6 ist das Teleskop eine echte Planetenkanone. Als solche wird es auch zum Einsatz kommen – neben meinem 16-Zoll-Dobson.
Die große Flori-Montierung empfand ich jedoch ebenfalls als viel zu schwer. Deshalb entschied ich mich, eine Rockerbox zu bauen – eine klassische, einfache Konstruktion, meine erste selbst aus Multiplex gebaute.
Ich skizzierte nach einiger Recherche zum Bau die Pläne, dann ging es auch schon los. Mit einer Stichsäge fertigte ich die einzelnen Teile an, wobei meine ersten Höhenräder noch sehr uneben waren. Daher nahm ich einen Tipp einer Schreinerin aus einem Astronomieforum auf und fertigte sie noch einmal neu – diesmal mit meiner Oberfräse. Anschließend setzte ich alles mit Schrauben zusammen.
Was noch fehlt, sind Rohrschellen, da die originalen nur auf jeweils einer Seite Löcher haben, die ich zur Befestigung der Höhenräder nutzen kann. Eine Möglichkeit – und für mich eine neue, bisher nicht erprobte Herausforderung – wäre, diese ebenfalls aus Multiplex zu fertigen.
Zum Schluss wäre noch zu überlegen, ob ich Aussparungen säge, um die Box leichter zu machen. Da ich dieses Teleskop jedoch nicht häufig transportieren werde, ist das eigentlich nicht nötig. Eine Lackierung ist ebenfalls noch geplant; hier habe ich mich allerdings noch nicht für eine Farbe entschieden.
Der aktuelle Stand ist vielversprechend – Fortsetzung folgt.





























































